100 Jahre Schützengesellschaft Ennigloh
Eine Zeitreise durch die Vereinsgeschichte



1902 - Die Anfänge                                                                                      
                1902 - was für eine Zeit! Mit großem Ehrgeiz
                regiert Kaiser Wilhelm ll. das Deutsche Reich. Auf
                dem Internationalen Frauenkongreß in Berlin wird
                1904 der Weltbund für Frauenstimmrecht
                gegründet!
 
                Und in Bünde blüht die Zigarrenindustrie mit weit

                über 100 Zigarrenbetrieben! In den meisten
                Stuben werden Zigarren gedreht.

                Zu dieser Zeit löst sich die Stadt Bünde aus dem

                Amtsverband Bünde und wird am 22.Mai 1902
                mit seinen fast 5.000 Einwohnern zur amtsfreien
                Stadt erklärt. Die Trennung ist vollzogen - Stadt
                Bünde und Amt Ennigloh. Die Stadt Bünde erwählt
                Karl Straubel zu seinem ersten Bürgermeister,
                während die Geschicke des Amtes Ennigloh vom
                Amtmann Ferdinand von Schütz geleitet werden.
                Bereits am 17.Juli 1903 kann das neu erbaute
                Amtshaus Ennigloh seiner Bestimmung
                übergeben werden.

                Ob aus dieser frisch gewonnenen Eigenständigkeit des Amtes
                Ennigloh auch der Wunsch auf eine eigene
                Schützengesellschaft keimte, kann heute nur vermutet
                werden. Belegt durch Protokolle ist jedoch, dass sich am
                14.September 1902 durch einen Aufruf in den Zeitungen von
                Bünde im Lokal Giersberg (heute Hotel Handelshof) 56 Männer
                aus Ennigloh einfinden und die Schützengesellschaft
                Ennigloh gründen. Zum Vorsitzenden des zunächst
                provisorischen Vostandes wird Herr Adolf Giersberg gewählt.
                "Zur Deckung etwaiger Unkosten" wird ein Jahresbeitrag von
                50 Pfennig festgesetzt. Die in der darauffolgenden
                Generalversammlung vom 28. September 1902
                angenommenen Statuten haben folgende Präambel:
                Zur Förderung des Gemeinsinns und der Eintracht  stiften die
                Bewohner der Gemeinde Ennigloh und deren nächsten
                Umgebung die Ennigloher Schützengesellschaft zu Ennigloh,
                aus welcher ein Schützenbataillon gebildet wurde.
                Der § 1 der genannten Statuten stellt fest, dass Mitglieder der
                Gesellschaft nur solche Personen werden können, die das
                18.Lebensjahr erreicht haben und auf deren bürgerlichen Ehre
                kein Makel haftet.

                Erstes Ziel der Schützengesellschaft ist ohne Frage ein eigener
                Schießstand. Der Versuch der Brauerei Altwein & Huber aus
                Bielefeld, einen Schießtand zu bauen, wenn die Schützen
                sich verpflichten, den Stand zu verzinsen, schlägt fehl.
                Landwirt Kisker aus Blanken macht den Ennigloher Schützen das
                Angebot, auf eigene Kosten einen Schießstand zu errichten - das
                Angebot wird gern angenommen und gleichzeitig beschlossen,
                vom 13. -15 August 1904 auf den Kiskerschen Grundstück in Blanken
                das erste Schützenfest zu feiern. So geschehen mit dem ersten
                Schützenkönigspaar Adolf Giersberg und Minna Rodenberg.
                Ein Jahr später - neuer  Vorsitzender ist inzwischen der
                Kaufmann Heinrich Breitenbürger - erringt Albert Schwedthelm
                die Schützenkönigswürde, zu seiner Königin
                erwählt er Frau Frieda Landwermann.

1906
                In Berlin läßt der arbeitslose Schuster Wilhelm
                Viogt, verkleidet als Hauptmann, den Bürgermeister
                von Köpenick verhaften und beschlagnahmt die
                Stadtkasse, während in Ennigloh wegen der
                wachsenden Bevölkerungszahl und der Zunahme der
                strafbaren Handlungen der erste hauptamtliche
                Polizeibeamte der Gemeinde eingestellt wird.
                1911 wird Richard Schäfer Amtmann von Ennigloh.

                In diesen Jahren kann die Schützengesellschaft Ennigloh eine

                rasch ansteigende Mitgliederzahl und somit einen stetigen
                Aufschwung verzeichnen.

                Im Jahre 1913 entschließt sich der Landwirt Kisker, der auch schon

                den Schießstand errichtet hatte, nun auch die Schützenhalle zu bauen.
                Die Inangriffnahme der Bauarbeiten erfolgt im Frühjahr 1914.

-Der 1. Weltkrieg-
                1. August 1914 - Das Deutsche Reich erklärt Rußland
                und zwei Tage später Frankreich den Krieg.

                Der heimischen Bevölkerung hat das Jahr 1914 ohnehin
                einen schweren Schlag versetzt: im Frühjahr fallen viele
                Kinder der unbarmherzigen Diptherie zum Opfer.

                Das Schützenfest wird in diesem Jahr nicht gefeiert. Zwar sind die

                Vorbereitungen zum Fest in vollem Gange - die Ennigloher haben
                schon Straßen und Häuser mit Grün und Fahnen geschmückt - da
                verkünden am 31. Juli die Glocken von Bünde die Mobilmachung.
                Während der Kriegsjahre ruht die Schützensache vollkommen.


                Der Friedensvertrag wird am 28. Juni 1919 unterzeichnet
                und die Verfassung der Weimarer Republik verabschiedet.
                An den Wahlen für die verfassungsgebende Nationalversammlung
                dürfen erstmals auch Frauen teilnehmen!
                So wie es allen anderen ergeht, erholen sich auch die Ennigloher
                nur langsam von den Kriegsfolgen.



-Die Zwanziger-
                Die Inflation ist unbeschreiblich: im September kostet 1 Liter
                Milch 5.200.000,00 Mark und war im Oktober nicht unter
                2 Millarden Mark zu haben.

                Zwar läßt das Jahr 1919 noch keine Feststimmung aufkommen
                doch sieht man im Frühjahr 1920 die Schützen von Ennigloh wieder
                emsig bei der Arbeit und Anfang Juli feiert man bereits wieder ein
                Schützenfest. In den Zeiten der Inflation erfahren die alljährlichen
                Schützenfeste wieder eine Unterbrechung, und zwar 1922 und 1923.
                1925 übernimmt dann Max Torweihe den Vorsitz und macht sich
                um die Gesellschaft besonders verdient, bis er 1937 von Heinrich
                Böckstiegel abgelöst wird.


-Die Dreißiger-
                1934: Die Technik schreitet fort:: Das Luftschiff
                "Graf Zeppelin" startet in Friedrichshafen zu seiner
                Fahrt nach Rio...und zeitgleich bereitet Adolf Hitler
                seine Machtübung vor.

                ...und in Bünde wird die Bismarckbrücke
                eingeweiht.

                Die Machtübernahme durch die Nationalsozialisten geht an den
                Vereinen nicht spurlos vorüber. So werden 1934 auch die Ennigloher
                Schützen in den Deutschen Schützenbund eingegliedert, der eine
                Unterorganisation des Reichsbundes für Leibesübungen darstellt.
                Nach der neuen Satzung heißt der 1. Vorsitzende nun "Vereinsführer".
                Bürgermeister Schäfer leitete persönlich diese wichtige Versammlung.
                Angesagter Zweck des Vereins ist nun "die leibliche und seelische
                Erziehung seiner Mitglider im Geiste des nationalsozialistischen
                Volksstaates".



1939 - der 2. Weltkrieg
                Das letze Schützenfest vor dem 2. Weltkrieg wird am 1. Juli
                1939 begangen und niemand ahnt die Katastrophe, die bald
                hereinbricht...


-Die Nachkriegszeit-
                Mit der Währungsreform 1948 kommt die "soziale
                Marktwirtschaft - es geht wieder aufwärts und
                1949 wird vor dem  parlamentarischen Rat in Bonn

                das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland
                feierlich verkündet.

                Theodor Heuss wird Bundespräsident.

                Der Wiederaufbau beginnt - denn auch unsere Stadt
                ist von den Kriegseinflüssen gekennzeichnet. In
                Ennigloh wird Dr. Erich Martens Amtsdirektor und
                Wilhelm Kammann Amtsbürgermeister.

                Und die Ennigloher Schützen? Unmittelbar nach dem Krieg
                denkt natürlich noch niemand an das Schützenwesen, zumal
                alle Vereine durch Verordnungen aufgelöst werden.Ein Jeder
                ist damit beschäftigt, sich eine neue Existenz aufzubauen und
                zu überleben.

                Doch ab 1949, nach der Bildung der deutschen Bundesregierung
                können die Vereine ihre Arbeit wieder aufnehmen. So versammeln
                sich im Oktober 1949 erstmalig wieder 43 Schützen im Schützenhof.
                Unter dem Vorsitzenden Heinrich Böckstiegel wird die Gesellschaft
                zu neuem Leben erweckt.


-Die Fünziger-
                Die Bundesrepublick Deutschland wird 1951 in den
                Europarat aufgenommen.

                Das Wirtschaftswunder beginnt.

                Die heimatliche Bauindustrie erreicht einen nie geahnten
                Aufschwung - so kann sich Ennigloh 1956 mit einer neuen
                Volksschule und 1958 mit dem Neubau einer ev. Kirche
                schmücken.

               
                Die Fünfziger  sind auch für die Ennigloher Schützen
                ereignisreiche Jahre.


                Die Satzungen, die 1950 erlassen werden, sind den neuen
                Verhältnissen angepaßt. Der Grundsatzt: Gemeinsinn und
                Eintracht zu fördern, bleibt erhalten.

                Nun werden auch wieder rauschende Feste gefeiert. Das
                50 jährige Bestehen stellt 1952 den glanzvollen Höhepunkt der
                gesamten Ennigloher Bevölkerung dar. Das deutsche
                Wirtschaftswunder beseelt auch die Vereine. Ein stetiges
                Ansteigen der Mitgliederzahl zeugen von der starken Anziehungskraft
                der Schützengesellschaft Ennigloh. Ein eigener Spielmannzug wird im
                Jahre 1953 gegründet, der sich schnell in vielen überregionalen
                Wettbewerben auszeichnet. Dank des starken Zusammhalts
                der Mitglieder und voll Hoffung auf unbeschwerte Zeiten keimt schon bald
                darauf der Wunsch nach einem neuen, eigenen Schießstand auf,
                der schon 1954 in Angriff genommen wird. Dies ist auch ein Grund
                dafür, dass die Schützengesellschaft Ennigloh am 26.4.1955
                in das Vereinsregister beim Amtsgerichts Bünde eingetragen wird,
                Pünktlich zum Schützenfest 1956 kann man ausführlich in der
                Presse über die Einweihung des neu erbauten Schießstandes in
                Ennigloh lesen, der einer der besten im Regierungsbezirk
                Detmold ist. Die Baukosten belaufen sich auf 22.363,20 DM.
                Den Ehrenschuß gibt zu diesem Anlaß Amtsdirektor Dr Martens
                persönlich ab. Nun kann die Schützengesellschaft ihren eigentlichen
                Sinn, nähmlich die Förderung des Schießsportes, ganz erfüllen.

                1957 gibt Heinrich Böckstiegel nach 24 bestimmt nicht mehr
                schattenlosen Jahren den Vorsitz an Hermann Kronsbein ab.
 
                Der Schießsport - inzwischen eine olympische Disziplin -
                erhält durch den Beitritt zum Deutschen Schützenbund einen
                ganz neuen, bedeutenden Stellenwert, er rückt nun immer mehr
                in den Vordergrund . Sportliche Erfolge reihen sich aneinander
                - aber auch das sogenannte Gesellschaftschießen um Pokale
                und Sachpreise erfreut sich großer Beliebtheit.

                Die nächsten Jahre verlaufen ohne besondere Vorkommnisse
                in gewohnter Tradition: Schützenfeste mit großer Polonäse und
                anschließenden Feuerwerk auf Kiskers Wiese bilden herausragende
                Ereignisse. Die Kinderschützenfeste mit fröhlichen Spielen und Kuchen,
                Kakao und Kinderschützenkrone ziehen mit über 1000 Kinder in ihren Bann.
                Ebenso gehört der Feldgottesdienst zur traditionellen und gern
                besuchten Einrichtung. Zu dieser Zeit wird das Jugendschutzgesetz
                sehr genau ausgelegt - so ist in der Presse die Mitteilung des
                Kreisjugendamtes zu lesen: "15jährige gehören nicht auf den Tanzboden".



-Die Sechziger-
                1961 - Trotz Bau der Mauer: das Leben pulsiert -
                Sport wird wieder groß geschrieben.

                In Ennigloh werden neue Sportplätze und 1966
                gar ein modernes Hallenbad eröffnet.

                Die geheime Vorstandswahl der Ennigloher Schützen kann
                1963 Fleischermeister Julius Lange für sich verbuchen.Unter
                seiner souveränen Leitung und seinem gewinnenden Naturell
                steigt die Mitgliedzahl auf über 400 an.

                Unter den Bünder Schützenvereinen wird nun regelmäßig mit
                Erfolg ein Stadtpokal ausgeschossen. Mal gefragt, wieso
                ausgerechnet die Ennigloher Schützen so gut schießen,
                antwortete Lange verschmitzt lächelnd:" Die sind bloß zu
                faul zum Wackeln".

                Da der Fortschritt auch bei den Sportwaffen rasante Sprünge
                macht, kann im Jahre 1964 das erste "rückstoßfreie"
                Luftgewehr vom Typ Feinwerbau angeschafft werden, und
                zwar zum Preise von 370,00  DM. Ansonsten wird immer mehr
                die Mahnung zu mehr Sparsamkeit laut, zumal die Kosten für
                die Ausrichtung der Feste immens angestiegen sind.
                Gleichzeitig wird dem Ansinnen auf Nachwuchs mit der
                Gründung eines Jugendfanfarenzuges Rechung getragen.

                So plätschern die nächsten Jahre in traditioneller
                Schützenmanier dahin...

1969
                die Welt horcht auf - der erste Mensch betritt den Mond

                und im gleichem Jahr ist die Stadt Bünde und das Amt
                Amt Ennigloh nach dem "Herford-Gesetz" wieder vereint.



-Die Siebziger-

                Die Bundesrepublik und die DDR unterzeichnen
                am 21.12.1972 in Ost-Berlin den
                Grundlagenvertrag zwischen beiden deutschen
                Staaten.

                Bünde entwickelt sich infolge der Stadtsanierung
                zu einer mordernen, aufstrebenden Stadt. In Ennigloh
                steht ein großzügiges Schulzentrum
                und die Anbindung an die Autobahn steht kurz vor der Vollendung.

                Zur dieser Zeit, und zwar im Frühjahr 1975, wird der
                langjährige Vorsitzende der Ennigloher Schützen Julius Lange
                von Friedhelm Brinkmann abgelöst...

                Das sportliche und gesellschaftliche Schützenleben verläuft
                weiterhin planmäßig, bis..

                ---ja, bis 1978 die Heimat der Ennigloher Schützen, der
                Schützenhof mitsamt des Schießstandes zugunsten des
                Marktkauf-Hobbymarktes der Abrißbirne zum Opfer fällt.Die
                Gesellschaft steht buchstäblich vor dem Nichts und entwickelt
                sich zwangsläufig zu einem "Wanderverein". Einige Sportschützen
                frönen ihren Schießsport vorübergehend oder gar dauernt in Nachbarvereinen,
                während andere diesem Sport leider gänzlich den Rücken kehren. Die
                Schützenfeste werden nun im Festzelt auf der Wilhelmshöhe gefeiert und die
                Winterbälle finden zunächst im Saal der Wilhelmshöhe statt, danach auf den
                "Elseterassen", und schließlich in der Gaststätte "Zur Klinke" statt. Es ist alles in allem
                eine etwas farblose Zeit, die das Schützenwesen der Ennigloher doch sehr
                einschränkt. Die Zeiten haben sich ohnehin gewaltig geändert: Wohlstand und
                ein Groß an Freizeitangeboten haben inbesondere bei den Jugendlichen "Gemeinsinn
                und Eintracht" stark verdrängt. Den Schützen dient indes schon bald ein provisorisch
                hergerichteter Luftgewehr-Schießstand auf der Wilhelmshöhe in der Gäststätte
                "Zur Pumpe", denn Not macht ja bekanntlich erfinderisch. Für Wettkämpfe oder gar
                Meisterschaften ist dieses Provisorium jedoch denkbar ungeeignet.



-Die Achtziger-

                 Das Computerzeitalter hat Deutschland voll erfaßt
                 und das Wort "Handy" ist ebenfalls kein Fremdwort mehr.


                 Alles ist neu und modern und dementsprechend  ist auch 1981
                 in Bünde das neue Rathaus zu bewundern.
                 Man geht eben mit der Zeit...

                 ...nur die Ennigloher Schützen treten auf der Stelle. Zwar geht das Schützenleben
                 weiter, der Vorsitz geht 1980 an Reinhold Börmck.1982 an Günter Kuckuck
                 und 1986 übernimmt Werner Beinke die Leitung, doch sind einschneidende
                 Veränderungen nicht zu verzeichnen. Wohl weden mehrfach Anstrengungen
                 unternommen, einen neuen Schießstand zu errichten, der Erfolg bliebt bei den
                 Ennigloher Schützen jedoch versagt. Immer andere Hindernisse bringen das
                 jeweilige Vorhaben zum Scheitern. Große Skeptiker geben für dem
                 Verein kaum einen Pfifferling. So scheint es verwunderlich, dass im
                 sportlichen Bereich trotz alledem beachtliche Erfolge zu verzeichnen sind.
                 Die Ennigloher sind eben zäh! Auch ist der Schießsport lange keine Männerdomäne mehr,
                 die Damen drängt es mehr und mehr zu Luftgewehr und Luftpistole.


-Die Neunziger-

                 Wer kann es vergessen : - Der Beitritt der

                 ehmailgen DDR zur Bundesrepublick
                 beendet die mehr als 40 jährige
                 Teilung Deutschlands.

                 Auf der  Wilhelshöhe findet im Frühjahr 1990 die alljährliche
                 Jahreshauptversammlung statt und die Ennigloher Schützen
                 wählen aus ihrer Mitte Karl-Heinz Altemeier zu ihrem
                 Vorsitzenden.

                 Ist es wieder, wie zu den Anfängen, der äußere Einfluß, das
                 Bedürfnis Neues zu schaffen und Bewährtes zu erhalten,der die
                 Ennigloher Schützen abermals aufbäumen läßt? Der Ruf nach
                 einem neuen Schießstand ist immer lauter und mit Nachdruck
                 zu hören! Es werden Vorschläge gründlich ausgewertet und
                 allmählich nimmt die Planung die Formen an,
                 die bereits 1991 abschließend beschlossen werden. Zwar
                 besteht keine Möglichkeit, einen Schießstand in Ennigloh´s
                 Mitte errichten zu  können,im beanchbartem Ortsteil Muckum
                 lässt sich dieses recht imposante Projekt dagegen in die Tat
                 umsetzen. Denn ein "Behelf" soll dieser Schießstand nicht werden.
                 Es wird geplant, gerechnet und große wie kleine Spenden gern
                 entgegen genommen. An so manche Tür wird geklopft, bis
                 etliche Hindernisse aus dem Weg geräumt sind.
                 Wie schon 1954 so heißt auch jetzt wieder der Wahlspruch:
                 "Stein auf Stein und Hand in Hand schaffen wir den Schützenstand".
                 Und dass Handwerk goldenen Boden hat;
                 stellen die Schützen sehr deutlich unter Beweis: denn das
                 Gebäude mit 12  Schießständen und großem Aufenhaltsraum
                 wird überwiegend durch Eigenhilfe geschaffen. Darauf sind
                 die Ennigloher Schützen mit Recht stolz!

                 Im Juni 1995 findet im festlichen Rahmen die feierliche Einweihung
                 statt. Im gleichen Jahr wird schon der Winterball in den noch
                 "frischen" Räumlichkeiten gefeiert.

                 Die Mühe hat sich gelohnt - neue Mitglieder werden gewonnen, die
                 Stände sind zu den Traingingsabenden belegt und mit beachtlichen
                 sportlichen Erfolgen, wie zahlreiche   Kreis-, Bezirks- und sogar
                 Landesmeistertiteln, kann aufgewartet werden.
                 Es geht aufwärts...


--Die Jahrtausendwende--

2002 -100 Jahre Schützengesellschaft Ennigloh

                 Auch nach 100 Jahren noch ist der Zweck der Ennigloher
                 Schützengesellschaft die Förderung der Schießsports mit
                 dem Leitmotiv  "Gemeinsinn und Eintracht".

                 Dies hat auch für die Zukunft Gültigkeit - Die Weichen in die richtige Richtung sind gestellt!


                 - Allen - ein herzliches Wilkommen !